Mittwoch, 15. Dezember 2010

US-Luftwaffe sperrt Medienseiten

Eine interessante Idee, die die Luftwaffe der USA da hat: Der Zugriff auf Seiten (wie z.B. der Spiegel, die New York Times etc.), die Wikileaks-Dokumente vorhalten, wird gesperrt (siehe z.B. Golem.de vom 15.12.10). Das eröffnet ganz neue Möglichkeiten.

Will man nicht, dass Teile der US-Streitkräfte die eigene Site lesen, braucht man bloß ein Wikileaks-Dokument veröffentlichen.

Wenn das Beispiel dann auch noch Schule macht und andere staatliche Einrichtungen nehmen sich die Luftwaffe zum Vorbild, dann kann der Rest der Welt ganz einfach eine neue Art von DDOS einrichten; Man muss bloß überall im Netz Wikileaks-Dokumente verteilen, und schon darf kein staatlich beschäftigter Amerikaner mehr ins WWW ... er könnte ja Informationen bekommen, die sein schwaches Gemüt nicht verträgt...

Land of the "Free" - jo eh ...

Dienstag, 23. November 2010

Österreich hat neue Rohstoffvorkommen entdeckt!

Anders ist nämlich nicht zu erklären, wie in Österreich mit dem Thema Bildung umgegangen wird.
  • Da wird bei den Unis massiv gespart - wohl weil die Akademiker die niedrigste Arbeitslosenrate haben [1] und man damit vielleicht eine Angleichung in der Statistik erreichen kann... oder spielt da der österreichische Neid auch eine Rolle?
  • Da wird versucht, die Bildungskompetenzen zu dezentralisieren ohne Rücksicht auf Verluste (z.B. [2]) - weil das ja in Deutschland auch so super geklappt hat, dass die das wieder irgendwie rückgängig machen wollen.
  • Da ... kommen sicher noch weitere lustige Punkte in unserer orientierungslosen Bildungs- und Forschungspolitik zu Tage. Demnächst, in diesem Theater.
Da passt auch ganz gut dazu, dass unser Hr. Finanzminister uns die Haftungen für Irland so verkaufen möchte, dass eine Haftung ja kein Geld kostet und wir erst im schlimmsten Fall (der ja - Herr behüt - nicht eintreten wird) zahlen müssen.

Dass ein Unternehmer eine Haftung nur eingehen kann, wenn er entsprechende Rücklagen bildet, damit seine Firma im Fall des Falles nicht gefährdet ist und untergeht, ist ja egal.

Und warum nochmal waren die Haftungen von Kärnten so ein Problem? Da fiel schon anderen dazu ein: Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?

Vielleicht ist ja dass der Bildungsplan: die Bevölkerung langfristig so zu verdummen, dass Politiker mit ihren krusen Ideen noch leichter durchkommen.

Das ist also der neue Rohstoff: Dummheit.

Wir wären sowas von reich...

Donnerstag, 11. November 2010

Moderne Beutelschneiderei

Ich wusste ja, dass auf ebay viel Schindluder getrieben wird, aber auf willhaben.at hab ich noch nicht damit gerechnet. Das werd ich in Zukunft wohl besser tun, denn wenn man einen 110 Euro Artikel verkaufen will und solche Mails bekommt:
Hallo,

Vielen Dank für die mail, ich freue mich, von Ihnen zu lesen ...
Ich interessiere mich für den Kauf dieses Artikels für meinen Freund,
bin bereit, Ihnen den Betrag von 170Euros einschließlich der
Portokosten .. hat gerade zum Flughafen Transfer worden .. i Auch wird
gerne informieren Sie den Modus der Zahlung ist mein PayPal oder
Banküberweisungen ... wenn mein Angebot angenommen wird können Sie mir
ein PayPal Geld auf mein PayPal-Anfrage E-Mail Adresse
(denismatts.44@gmail.com) oder per mir, dass du voll Bankdaten wie

Name:
Name der Bank:
Konto-Nummer:
Iban:
Stadt:
Land:

Ich werde warten, bald von Ihnen zu lesen ..

Regards,
Denis

dann kann man sich ausrechnen, dass der liebe Denis sicher keine 170 Euro zahlen will, sondern
  1. das 110 Euro -Teil gratis will, weil er dann paypal sagen wird, er hätte es nie bekommen und die 170 Euro wieder einstreicht, oder (falls das nicht klappt)
  2. er auch die Bankverbindung nimmt, denn für ein wenig Geldwäsche kann man sowas ja schon mal einsetzen.

Außerdem ist der liebe Denis ganz schön umtriebig, wie man aus diesem Blog-Eintrag ersehen kann.

PS: Es gilt natürlich die Unschuldsvermutung ;)

Montag, 1. November 2010

Es gilt die Unschuldsvermutung...

In letzter Zeit lese ich in diversen Zeitungen oft "es gilt die Unschuldsvermutung".

Da das in nächster Zukunft wahrscheinlich nicht weniger werden wird, wäre es ökonomischer, wenn die Zeitungen irgendwo auf der Titelseite oder im Impressum folgenden Absatz schreiben würden:
Für alle Personen in den verschiedenen Artikeln, die im Zusammenhang mit einer Straftat (oder etwas Ähnlichem) erwähnt werden, gilt natürlich die Unschuldsvermutung.
Was man sich da Druckerschwärze sparen könnte - aber vielleicht haben dann die Zeitungen auch zu wenig Inhalt...

Samstag, 30. Oktober 2010

Zwergensprache II

Ich hab ja mal vor einiger Zeit was über Zwergensprache, also Gebärdensprache für Babys, gefaselt (hier) und angedroht, dass ich wieder etwas darüber schreibe, wenn ich mehr weiß.

Nun, jetzt weiß ich mehr. Ich kenn' sogar jemanden, der so einen Kurs in Linz anbietet. Termine finden sich auf der Seite der Kursleiterin für die Region Linz. Der 12h-Kurs (1h/Woche) beginnt am 12.11.2010, ein 3h-Workshop ist am 15.1.2011.

Die Anmeldung für den 12h Kurs per e-mail direkt bei der Kursleiterin (e-mail auf der Seite Kursleiterin für die Region Linz, (hier schreib ich sie nicht wegen Spam-Gefahr)), die Anmeldung für den Workshop geht über die Familienbundseite für Urfahr.

Ich werd an dem Kurs nicht teilnehmen, ich lern' das von Claudia direkt ;) - und unser Kleiner lacht uns momentan nur an bei den gezeigten Zeichen - zumindest eine nette Reaktion...

Falls Du jemanden kennst, den das interessiert - einfach weiterleiten.

Montag, 11. Oktober 2010

Einstoffbetrieb...

Einstoffbetrieb - interessant. Was könnte das wohl sein?
  • Ein Fahrzeug, dass nur mit Benzin oder Diesel oder sonst nur einem Stoff fährt?
  • Jemand, der den ganzen Abend nur Bier oder Wein oder ...  trinkt und auf diese Weise im Einstoffbetrieb ist?
  • Jemand, der nur von Luft und Liebe lebt? Oder nur von Licht – aber halt, Licht als Stoff ist ja etwas problematisch...
Alles Fehlanzeige. Also was dann? 

Laut dieser Seite ist "Einstoffbetrieb" ein  "unärer Operator" , also sowas wie das Vorzeichenminus. 

Äh - ja. Gut zu wissen. Der Preis für die schlechteste Übersetzung ist hoffentlich schon unterwegs...

Mittwoch, 8. September 2010

Aus dem Kontext...

Manche Sätze sollte man lieber nicht aus dem Kontext reissen:
First, children are executed only sequentially, not concurrently.
 Dieser Satz stammt nicht aus einem Amnesty International-Bericht, sondern aus [1] auf Seite 245. Dort heißt der gesamte Absatz dann:
...
When a parent transaction needs to roll back a sub-transaction, it uses a compensating sub-transaction to semantically undo the committed one instead of using a state-based undo. Multi-level transactions differ with respect to nested transactions in three aspects [49]. First, children are executed only sequentially, not concurrently. Second, all the leaf-level sub-transactions are at the same level in the transaction tree. Third, the commitment of a sub-transaction is unconditional, thereby making the result visible to other concurrently executing sub-transactions at the same level.
...
Das klingt doch schon gleich viel besser...

[1]T. Wang, J. Vonk, B. Kratz, and P. Grefen, “A survey on the history of transaction management: from flat to grid transactions,” Distributed and Parallel Databases, vol. 23, no. 3, pp. 235-270, Apr. 2008.  

Sonntag, 29. August 2010

Latein - Cui bono

Da Blogs angeblich auch der Psychohygiene dienen (der eigenen, nicht der der Leser ;)), werd ich das nutzen, um ein Thema für mich abzuschließen, welches ich schon jahrelang im Hinterkopf habe: Warum Latein (für mich) sinnlos ist.

Argumente
Dazu sammle ich als erstes die Argumente, die mir zum Thema Latein bis jetzt begegnet sind (manche mit, manche ohne Quelle):
  1. Man kann mit Latein andere Fremdsprachen schneller lernen, als da seien Italienisch, Spanisch, Französisch und noch einige mehr. (Higgins 2009), (NN 2009) 
  2. Man versteht die deutsche Grammatik erst richtig, wenn man die lateinische verstanden hat / Latein schärft das Sprachbewußtsein für die deutsche Sprache.(NN 2009) 
  3. Man lernt logisches Denken durch Latein. (Latein hilft ungemein, logische Systeme zu durchschauen und Zusammenhänge einfacher zu finden). (Auslandjahr.eu 2007), (NN 2009) 
  4. Man muss Cäser und die anderen im Original lesen. (Görg 2007) 
  5. Man kann Fremdwörter – auch in anderen Sprachen – leicht aus dem lateinischen ableiten. (NN 2009) 
  6. Man lernt im Lateinunterricht vieles über die Geschichtes des römischen Reiches /europäische Vergangenheit. (NN 2009) 
  7. Latein weckt in jungen Menschen Neugier und Intellektualität. (Charlotte Higgins 2009) 
  8. Latein ist eine Voraussetzung für viele Studienfächer. (NN 2009) 
  9. Der Lateinunterricht diskutiert die Grundprobleme menschlichen Lebens. (NN 2009) 
  10. Der Lateinunterricht diskutiert das Verhältnis des Bürgers zum Staat. (NN 2009) 
  11. Latein ist nicht schwerer als andere Fächer. (NN 2009) 
  12. Lateinunterricht macht Spaß. (NN 2009)
  13. Latein-Lehrer brauchen auch einen Job.
  14. Latein ist wunderbar nutzlos ((Charlotte Higgins 2009), (Görg 2007) )
Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist auch nicht in irgendeiner speziellen Reihenfolge, deckt aber die Mehrheit der üblicherweise verwendeten Argumente gut ab, denke ich. Nach Betrachtung jedes Arguments gibt’s noch eine persönliche Bewertung dazu. 

Ad 1.) Man kann mit Latein andere Fremdsprachen schneller lernen. 
Dem zufolge könnte ich leichter weitere Sprachen lernen - wenn ich denn noch die Zeit hätte. Wer im Berufsleben steht, vielleicht noch Kinder hat, der weiß, was ich meine. Wenn ich statt dessen die für Latein verwendete Zeit gleich auf dazu verwendet hätte können, eine weitere Sprache zu lernen, dann könnte ich die schon, statt sie erst lernen zu müssen. Und versuchen Sie mal, z.B. mit einem Franzosen Latein zu reden, wenn Sie nur Latein können – viel Spaß (Anekdoten von Leuten, die sich mit Hilfe von Latein mit einem Italiener verständigt hatten, bleiben davon unberührt).
Allgemein kann man genauso gut sagen, das Erlernen jeder weiteren Sprache erleichtert das Lernen weiterer Sprachen.
Bewertung des Arguments: schon bessere gesehen.

Ad 2.) Man versteht die deutsche Grammatik erst, wenn man die lateinische verstanden hat.
Das würde dann doch auch folgendes bedeuten:
Leute, die nie Latein lernen konnten, können auch nie die deutsche Grammatik richtig verstehen – und somit auch nicht richtig nutzen. Das wäre dann fast ein Schlag ins Gesicht dieser Menschen. Außerdem kann man das auch als Aufwertung derer, die die deutsche Grammatik richtig verstehen, sehen und somit eine Abwertung der anderen daraus ableiten.
Alle jene Menschen, die Deutsch nicht als Muttersprache haben, können das Lernen von Deutsch sowieso gleich aufgeben – sie haben keine Chance. Gar nicht zu denken an all die Menschen, deren Muttersprache mit Latein nicht einmal verwandt ist. Die brauchen nicht einmal im Traum daran zu denken, Deutsch lernen und verstehen zu können.
Und was ist mit den Menschen, deren eigenen Muttersprache auch nicht einfach ist? Die Chinesen haben's dann wohl besonders schwer. Und erst die Finnen mit ihren 15 Fällen (Wikipedia 2010). Die brauchen unbedingt Latein mit seinen sechs Fällen, sonst steigen die da nie durch durch ihre Grammatik...
Bewertung des Arguments: Jo eh...

Ad 3.) Man lernt logisches Denken durch Latein (Latein hilft ungemein, logische Systeme zu durchschauen und Zusammenhänge einfacher zu finden).Soweit ich mich erinnere folgte das Übersetzen entweder einem starren Muster, oder, wenn das versagte, blindem umherstochern im Text bis ich etwas Verwertbares gefunden hatte – zumindest bei mir. Das hat mein logisches Denken nicht wirklich gefördert.
Wollte man logisches Denken fördern, dann gäb's da noch z.B. so 'was wie Mathematik, was ja wohl unbestrittenermaßen äußerst logisch ist. Sudokus lösen förderte übrigens auch logisches Denken.
Meinem logischen Denken hat Latein zumindest nicht geschadet, das ist ja auch schon etwas.
Allein das mit den Zusammenhängen mag ein wenig stimmen, denn oft musste man sich die Wortteile aus den verschiedensten Stellen im Satz zusammensuchen. Um Zusammenhänge zu lernen, gibt’s aber auch probatere Mittel, spontan fallen mir dazu Mind maps und (Fuzzy) Concept maps ein, um nur zwei zu nennen.
Bewertung des Arguments: Mag sein, gibt aber bessere Methoden.

Ad 4.) Man muss Cäsar und die anderen im Original lesen, nur so kann sie richtig würdigen.
Genau. Und Tolstoi, und Joyce, und Shakespeare und den Koran und die Bibel und das Gilgamesch-Epos und und und.
Jetzt etwas weniger flapsig. Mir ist klar, dass bei jeder Übersetzung auch etwas verloren geht oder missinterpretiert werden kann, weil z.B. die Zielsprache manche Konzepte der Quellsprache gar nicht richtig wiedergeben kann (die Übersetzungsfehler und -unklarheiten z.B. in der Bibel sind Legion, die Übersetzung von Ulysses ist auch nicht trivial).
Weiters heißt das aber auch, dass ich in der jeweiligen Sprache denken können muss, damit ich den Text richtig verstehen und nachempfinden kann. Wenn man einen Text aber Wort für Wort übersetzen muss, bleibt nicht mehr viel Energie (und Zeit) für's Lesen und für's würdigen – vor allem, wenn man nicht weiß, ob das jetzt richtig übersetzt wurde von mir. Zum Denken in Latein hab ich es sowieso nie gebracht.
Außerdem fehlt mir der Kontext der gesamten Gesellschaft, was das Verstehen von wesentlich jüngeren Texten als jenen in Latein schon schwierig macht (wer z.B. fremdsprachige Zeitungen liest, weiß, wie viel Kontext man benötigt, um dem Inhalt folgen zu können).
Ich persönlich kann Cäsars Texte auch in einer Übersetzung würdigen...
Bewertung des Arguments: Wir kämen aus dem Sprachen lernen nicht mehr raus, um alle Literatur würdigen zu können. Klappt aber nicht in einem endlichen Leben. Ich kann auch anders würdigen...

Ad 5.) Man kann Fremdwörter – auch in anderen Sprachen – leicht aus dem Lateinischen ableiten.
Ja, stimmt. Das kann man meiner Meinung nach aber auch mit weniger Latein lernen schaffen. Man könnte z.B. die Menge der am häufigsten verwendeten Worte herausfinden (sofern diese Liste nicht schon wo existiert). Diese Liste kann durchaus ein paar hundert Worte enthalten. Dann kann man auch genügend Fremdwörter herleiten. Und falls man etwas nicht herleiten kein, Lexikas und Wörterbücher sind schon seit einiger Zeit erfunden...
Bewertung des Arguments: Hat etwas, aber nicht genug.
Ad 6.) Man lernt im Lateinunterricht vieles über die Geschichte und Gesellschaft des römischen Reiches / europäische Vergangenheit.
Das kann stimmen, hängt aber wohl vom Lehrer ab. In meinem Lateinunterricht ist nicht allzuviel zur römischen Gesellschaft oder deren Geschichte gebracht worden.
Wenn man das bringen will, kann man das auch im regulären Geschichtsunterricht machen.
Europäische Vergangenheit endete in meinem Lateinunterricht mit dem Zerfall des römischen Reiches.
Bewertung des Arguments:Hängt davon ab...

Ad 7.) Es weckt in jungen Menschen Neugier und Intellektualität
Reicht ein Gegenbeispiel? Bei mir hat das nicht Neugier und Intellektualität geweckt. Bei mir waren das eher Bücher von Hoimar von Ditfurth (z.B. Kinder des Weltalls oder Im Anfang war der Wasserstoff) und seine Sendung Querschnitte, oder Carl Sagen mit Cosmos. Das weckt Neugier.
Außerdem sind junge Menschen normalerweise von Natur aus neugierig – und wenn es ihnen in der Schule oder von den Eltern nicht ausgetrieben wird, dann bleibt das auch so. Ist das aber passiert, hilft Latein auch nix.
Bewertung des Arguments: Ja, es weckt Neugier - auf alles außer Latein.

Ad 8.) Latein ist eine Voraussetzung für viele Studienfächer.
Ja, das stimmt. Mann kann Latein aber direkt vor dem Studium nachholen. Das spricht außerdem auch für eine Modularisierung des Unterrichtssystems.
Bewertung des Arguments: Hat was, ist aber ein anderes Problem.

Ad 9.) Der Lateinunterricht diskutiert die Grundprobleme des menschlichen Lebens.
Das wäre mir neu. Hängt aber wahrscheinlich – wie so vieles – vom Lehrer ab. Immerhin hat Latein bei mir zur Schulzeit ein Grundproblem des Lebens geschaffen, das ich nicht nur diskutieren, sonden lösen musste: wie schaffe ich Latein!
Bewertung des Arguments: Hängt vom Glück des richtigen Lehrers ab.

Ad 10.) Der Lateinunterricht diskutiert das Verhältnis des Bürgers zum Staat.
Auch das wäre mit, wie 9., neu. Wenn wir darüber sprachen, kam es auf jeden Fall viel zu kurz.
Bewertung des Arguments: Hängt wohl auch vom Glück des richtigen Lehrers ab.

Ad 11.) Latein ist nicht schwerer als andere Fächer.
Und das hilft uns jetzt genau wofür? Ich kann mir beliebig Fächer ausdenken, die nicht schwerer als andere sind...
Bewertung des Arguments: Welches Argument?

Ad 12.) Lateinunterricht macht Spaß.
Aha. Eine Aussage. Wohl ein Fakt. Sicher allgemeingültig. Da bin ich ja froh, dass das für alle Lateinschüler gilt.
Auch hier gilt: Ich kann mir beliebig Fächer ausdenken, die Spaß machen. Warum ist Latein als Spaßfach dann besser odder wichtiger als ein anderes?
Bewertung des Arguments: Auch hier: welches Argument?

Ad 13.) Latein-Lehrer brauchen auch einen Job.
Ja. Und sie wären nicht die ersten, die umschulen müssen, weil ihnen ihre Branche wegbricht - man denke nur an die vielen Fuhrwerker, die vom Auto verdrängt wurden. Außerdem, kennt noch jemand einen lehrenden Alchimisten? Ich nicht.
Bewertung des Arguments: Wenn sonst schon nichts klappt, dann verwend' ich das Arbeitsplatztotschlagargument – das hat immer noch jede Diskussion und/oder Veränderung zuverlässig gestoppt. Genau.

Ad 14.) Latein ist wunderbar nutzlos.
Also das Argument musste ich erst etwas sitzen lassen um meine Sprachlosigkeit dazu zu überwinden.
Wir lehren unsere Kinder lieber nicht den richtigen Umgang mit Geld, oder wie man Konflikte austrägt, ohne gleich zu Gewalt zu greifen, oder vernetztes Denken, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Nein, wir bringen ihnen etwas „wunderbar Nutzloses“ bei, und geben ihnen dafür auch noch „wunderbar nutzlose“ Noten und lassen sie wegen Versagens in Latein die Klasse wiederholen (somit die Nutzlosigkeit zum Quadrat, oder wie?).
Dieses Argument ist für mich die Bankrotterklärung des Lateinunterrichts. Charlotte Higgins findet ihr Argument aber auch noch ganz großartig. Was Latein offensichtlich so alles anrichten kann...
Der unter dem Artikel verlinkte weitere Artikel mit dem Titel „Argumente der deutschen Humanisten für das Latein-Lernen “ (http://www.humanismus-heute.de/latein/latein.htm) führt dann passendweise gleich ins digitale Nirwana (404).
Bernhard Görg zielt mit seinem Artikel in die gleiche Richtung, auch wenn er (bzw. Thomas Mann) Latein als „kostbare Nutzlosigkeit“ bezeichnet (Görg 2007). Er meint, dass dieser Begriff auch sehr gut die Trennlinie zwischen Bildung und Ausbildung markiert. Er ist überzeugt, dass man „Julius Cäsar“ im Burgtheater mit anderen Augen sieht, wenn man seine Schriften im Original gelesen hat. Allerdings kann man dem genausogut entgegenhalten, dass man z.B. eine Oper in einer Fremdsprache ebenfalls mit anderen Augen sieht, wenn man diese Sprache spricht. Wenn man diese Sprache denn dann schon spräche...
Bewertung des Arguments: Schuss ins Knie (aber nicht in meins).

Studien
Studien wie z.B. diese von Wolgang Lebek stellen zwar fest, dass Studenten mit Latinum besser abschneiden als solche, die über kein Latinum verfügen (Lebek 2004). Allerdings berücksichtigt diese Studie (um bei ihr zu bleiben) nicht, wieviel naturwissenschaftlichen Unterricht die untersuchten Studenten neben Latein sonst noch hatten (denn auch Mathe förder rigoroses Denken). D.h. alle in der Studie festgestellten positiven Effekte kann man damit nicht ursächlich auf Latein zurück führen. In Satz am Schluss stellt er dann fest, dass Jugendlich immer wieder durch Latein besonders gefordert werden. Wie das mit 11. (Latein ist nicht schwerer als andere Fächer) zusammenpasst, ist mir nicht klar.
Außerdem wäre diese Studie erst in einer Gegenüberstellung mit einer Studie interessant, die folgendes untersuchen müsste: Wie schneiden Studenten ab, die kein Latein hatten, dafür aber speziell in den Fähigkeiten unterrichtet wurden, die Latein angeblich fördert (und dafür die gleiche Zeit aufwenden konnten, wie die Lateinschüler).
Erst dann ließe sich eine fundierte Aussage treffen.

Abschluss und Alternativen
Latein ist Vergangenheit, mit einigen Bezügen zur Gegenwart. Das rechtfertig keineswegs z.B. sechs Jahre Lateinunterricht in der heutigen Zeit, in der wir genügend andere Probleme haben, die wir oder unsere Kinder lösen müssen.
Latein per se liefert dafür für mich keinerlei besseres Werkzeug als andere Techniken.
Will man den Bezug zur Vergangenheit auf diese Art und Weise pflegen und auf Latein auf gar keinen Fall verzichten, reicht auch wesentlich weniger Latein, z.B. ein Jahr.
Dazu ein modularisiertes Unterrichtskonzept, schon kann man für Latein darin ein Reservat schaffen und hat auch den Weg zum Studium, welches Latein benötigt offen gehalten.
Die Eigenschaften, die mit Latein gefördert werden sollen, förder ich dann mit adäquaten, zeitgemäßen Methoden.

Für mich ist die Auseinandersetzung um Latein damit auch Vergangenheit. Und falls ich wieder mal in eine Diskussion zum Thema Latein-Unterricht verwickelt werden sollte, dann verweise ich einfach auf dieses Dokument...

R.I.P Latein.

PS: Alle Links wurden am 29.8.2010 geprüft und waren zu dem Zeitpunkt vorhanden (bis auf den sowieso erwähnten 404er).

PS2: Wenn sich jemand wundert, warum ich trotzdem Begriffe wie „Ad“ oder „per se“ verwende: Das hab ich mir mit meinem abgeleisteten Lateindienst wohl verdient...

Quellen

Dienstag, 17. August 2010

Yo yo...

... das war ja mal ein Hype, als ich noch klein war. Aber nachdem ich das gerade gesehen hab:



vergrab' ich meins und rühr' nie wieder eins an... ;)

Sonntag, 18. Juli 2010

Babys, Moskitos, Androiden und das menschliche Gehör...

Die Erfahrung hat jeder, der ein (zu) lautes Konzert besucht hat, schon gemacht: Am nächsten Tag hört man deutlich schlechter, es summt oder rauscht, als ob man plötzlich einen portablen Wasserfall dabei hätte. Auch wenn das fast immer wieder besser wird, wird das menschliche Gehör im Laufe des Alters automatisch schlechter.

Babys und Kinder bis 5 hören ungefähr von 16 Hz bis 20 kHz, danach geht's bergab. Mit 40 hören nur mehr 40% der Personen einen 14kHz Ton (Siehe z.B. die FAQ von TMR. Wie das heute ist, wo sich die meisten schon einen Hörschaden mit Disco und mp3-Player eintreten, kann ich leider nicht sagen, da bei der Tabelle aus der erwähnten FAQ keine Angabe war, wann sie erstellt wurde).

Jetzt haben sich findige Leute gedacht, das könnte man sich ja zu Nutze machen und man könnte damit "problematische" Teenager aus Einkaufszentren oder von andern Orten, an denen sie unerwünscht sind, vertreiben. Man bräuchte nur einen Ton, den Jugendliche hören können und die erwünschte Kundschaft nicht, und schon wären alle Probleme aus der Welt: Der Moskitoton war geboren und führte auch gleich zu einigen Kontroversen. Dass das Thema immer noch nicht vom Tisch ist, zeigen Artikel im The Register - Mosquito Ban oder im Guardian -Teenager-repellent 'mosquito' must be banned .

Abgesehen davon, dass das meiner Meinung nach eine Schnappsidee ist (und auch die erwünschten Teenager vom für unser Wirtschaftssystem so notwendigen Konsum abhält), hat man wohl nicht daran gedacht, dass die erwünschte Kundschaft mitunter auch mit ihren lieben Kleinen Einkaufen gehen will. Die lieben Kleinen hören solche Töne. Wenn die schon sagen könnten, da nervt sie ein hoher Ton, kann man als Elter ja die entsprechenden Geschäfte meiden.

Es gibt aber genug Kleine, die noch nicht reden können, aber schreien. Als Elter rauszufinden, warum sein Kleines schreit, ist mitunter eh stressig genug, da braucht man nicht noch neue Möglichkeiten, die Geschrei auslösen können.

Das mit auf zusammen mit anderen Faktoren wie ein eigenes Android - Handy und die dafür bereitstehende Tricorder-Software haben mich auf die Idee gebracht, dem mit einer Android-App entgegen zu wirken:

Mit der App Baby Audio Guard.

Die Idee dahinter war, dass bereits viele ein Smartphone haben und die Anzahl dieser Personen noch zunehmen wird. Das Smartphone könnte man ja dazu benutzen, um Töne, die für einen selbst unhörbar sind, hörbar oder sichtbar zu machen.

Ein wenig Inspiration dazu kam auch von der GPL Android App Tricorder,  die bereits einen Teil der Funktionalität anbietet.


Die App BabyAudioGuard nutzt das Mikro des Handys um die Umgebungsgeräusche zu analysieren und bei störenden Tönen zu warnen. Dazu kann man eine Auslösefrequenz und -lautstärke definieren. Stellt die App fest, dass im Frequenzspektrum Töne enthalten sind, die höher als die definierte Frequenz und lauter als die definierte Lautstärke sind, wird zusätzlich zur Anzeige des Frequenzspektrums ein optisches Signal ausgelöst - in der ersten Version der App eine Simulation einer roten LED. Der Screenshot zeigt: die rote LED leuchtet auf, weil ein lauter Ton bei ca. 16 kHz erkannt wurde.


Die App wurde auf einem HTC Desire getestet, welches Frequenzen bis ca. 19kHz ziemlich gut erkannte. Wie's auf anderen Geräten aussieht, kann ich leider nicht sagen.

Es gäbe noch viele Erweiterungsmöglichkeiten für die App, vielleicht kommt die eine oder andere ja noch.

Wer sich das Teil auf seinem Handy ansehen will, hier ist die App zu finden: Nach Baby Audio Guard im Market suchen oder über diesen Link:

PS: Es gibt natürlich auch andere Anwendungszwecke für so hohe Töne:
  • Apps, die bewusst solche Töne generieren zur Gelsenabwehr. Hier ist z.B. ein entsprechender Artikel: App macht Schluss mit Gelsenplage.
  • Klingeltöne, die nur Teenager hören sollen 
Für den Fall, dass das gefällt: 

Samstag, 17. Juli 2010

Augmented (Hyper)Reality

Vor mehr als 10 Jahren gab es - neben anderen natürlich - ein diskutiertes Einsatzszenario von RFID-Plaketten, in dem der Kühlschrank weiß, wann seine Inhalte ablaufen und er dem Benutzer somit sagen kann: "Die Milch links hinten läuft heute ab, bitte verbrauch' sie."

Mit augmented reality könnte man so ähnliche Szenarien verwirklichen. Das folgende, sehenswerte Beispiel ist allerdings eine Zukunftsversion von augmented reality, die ich mir lieber ersparen möchte:

Augmented (Hyper)Reality: Zugetexted mit Werbung, macht sich ein Benutzer eine Tasse Tee.

Dieses Video erinnert mich an eine Science-Fiction-Geschichte. Darin gab es einen Radiosender, der 24h nur Werbung sendete. In diesen 24h gab es einmal eine Minute die Möglichkeit, einen großen Geldpreis zu gewinnen. Diese Minute war natürlich jeden Tag zu einer anderen Zeit, sodass die Mitspieler möglichst ununterbrochen Werbung hören mussten, nur um diese Gelegenheit nicht zu verpassen.

Das ist übrigens auch ein Szenario, dass ich nicht erleben möchte - und die Idee ist hiermit ausdrücklich nicht zur Nachahmung empfohlen!

Mittwoch, 14. Juli 2010

Flattr - Schmeicheln ist gut.

Schmeicheln ist gemeinhin eher negativ belegt, wenn man sich Zitate dazu ansieht, wie z.B. folgendes:

Schmeicheleien sind wie Falschgeld: Sie machen denjenigen ärmer, der sie empfängt (H.G. Wells).

Das ist noch einer der netteren Sätze zum Thema Schmeicheln. Flattr.com will das offensichtlich ändern, richtiges Geld verteilen und den Empfänger reicher statt ärmer machen.

Die Motivation dahinter ist, dass Micropayment im Netz bis jetzt nicht so gut funktioniert hat. Für jeden Bezahlvorgang braucht man entweder eine Kreditkarte, muß gar gleich Verfüger und PIN bekannt geben wie bei der Sofortüberweisung oder hat einen anderen, mehr oder weniger komplizierten Weg.

Mit einem Wort: Mühsam.

Flattr.com will hier Abhilfe schaffen. Der zahlungswillige Websurfer legt fest, wieviel Geld er pro Monat dem Netz "spenden" will, und wenn er dann einen Inhalt findet, der ihm gefällt, "schmeichelt" er ihm einfach - er klickt einen Button an (zufälligerweise so einen wie der rechts ;)).

Flattr agiert dann als Clearing-Stelle und rechnet am Ende des Monats die Klicks des Surfers zusammen und teilt den verplanten Betrag auf die geklickten Flattr-Button und somit auf die Inhaltsersteller auf.


Der Ansatz klingt gut - für mich zumindest - auch wenn noch nicht alle Fragen geklärt sind. Bin gespannt, wie sich das weiterentwickelt.

Da eh im Netz eh schon viel dazu steht, gibt's hier nur mehr Links:

Imperium Euronium Transferium

Die Sonne glüht in fast ganz Europa vom Himmel1, nur in England nicht - aber die sind Schlimmeres gewöhnt - und in der Finanzwelt überlegt man, ob man den Rettungsschirm nicht lieber gleich als Sonnenschirm oder so aufspannt (ist ja eh für ganz Europa gedacht), wenn da nicht ein kleines gall- äh - slowakisches Dorf wäre, das sicht ziert.

Auf der Titelseite von Hartgeld.com ist der passende Cartoon dazu, allerdings direkt verlinkt, da sich die Cartoons auf der Titelseite zu oft ändern.

Jetzt bleibt nur mehr die Frage: Soll man den Gall- äh - Slowaken wünschen, dass sie verlieren oder gewinnen...

Dann liest man so Artikel wie "Die Hotline Aphrodites", wo über den früheren griechischen Justizminister Sotirios Hatzigakis berichtet wird, der angeblich Handys an 30 Freunde und Verwandte verschenkt hat. Nun, das wäre ja noch kein großes Drama. Das Drama beginnt erst damit, dass über diese Handys Rechnungen in Höhe von 20 Millionen Euro angesammelt wurden, indem hauptsächlich mit teuren Sex-Hotlines telefoniert wurde. Die soll der Staat nun begleichen. Kontrollmechanismen sind ja scheinbar noch nicht erfunden worden...

Und man stellt fest: Das macht die Antwort auf obige Frage auch nicht einfacher...


1 ... laut Sat-Bild vom 14.7.2010

Freitag, 2. Juli 2010

I have a blue house with a blue window...

... Blue is the color of all that I wear ...

Der Song von Eiffel 65 meint zwar etwas Anderes, aber zu späterer Stunde, d.h. wenn die Sonne bereits untergegangen ist, kann man einen ähnlichen Effekt beobachten: Man braucht sich bloß die Fenster von Häusern ansehen und erkennt sofort, hinter welchem ein Fernseher läuft: es flackert bläulich aus dem Fenster.

Nun ist ein blaues Licht zwar hübsch anzusehen, es hat aber "interessante" Nebeneffekte: blaues Licht hat einen Effekt auf den körpereigenen Melatonin-Haushalt (z.B. unter "Blaues Licht steuert den Körperrhythmus" nachzulesen): Es unterbricht die Melatonin-Produktion und bewirkt, dass wir langsamer müde werden.

Bei einem Fernseher kann man zwar auch die Farbtemperatur anpassen, leichter geht's aber bei Computer-Monitoren - und hier strahlen auch die meisten zu blau und halten einen somit munter.

Es gibt aber eine kleine, aber feine Software, die feststellt, wann die Sonne untergeht. Ist dieser Zeitpunkt da, verändert die Software die Farbtemperatur des Monitorbildes zu einer wärmeren Farbtemperatur. Alles, was sie dazu wissen muss, ist der Standort, wo sie gerade läuft.

Die SW heißt F.lux, gibt's für Mac und Windows und kann über die Homepage von F.lux heruntergeladen werden.

Zumindest hat man dann schon mal das blaue Licht des Monitors etwas reduziert und kann dann hoffentlich besser schlafen.

Mittwoch, 30. Juni 2010

Zotero und der Kasperl...

Ich verwende zum Verwalten meiner Literaturliste und meiner "merk"würdigen Websites die Firefox-Extension Zotero. Ich find das Tool sehr praktisch und es kann Sachen wie
  • einen Snapshot einer Website erstellen,
  • den Snapshot annotieren,
  • Metainformation zu einer Website oder anderen Quellen erfassen,
  • Bibtex-Daten generieren,
  • und die Liste mitsamt den gespeicherten Snapshots auf mehreren Rechnern nutzen und synchron halten. Das kann man mit Hilfe eines Accounts auf Zotero und eines Webdav-Speichers wie z.B. auf www.mydrive.ch
Beim letzten Punkt kommt der Kasperl - äh, also der Kaspersky Antivirenscanner - ins Spiel, in meinem Fall die Internet Suite.

Ist der Kasperl aktiv, funktioniert das Synchronisieren mitunter nicht, sondern liefert eine Fehlermeldung, nämlich:

Component returned failure code: 0x80520015 (NS_ERROR_FILE_ACCESS_DENIED) [nsIZipReader.extract]

Mögliche Abhilfe: Den Kasperl kurfristig deaktiveren, dann klappt's mit der Synch wieder. Ist zwar im Forum von Zotero auch schon beschrieben (thread 1, thread 2), vielleicht findet jemand die Info jetzt noch schneller...

Montag, 28. Juni 2010

NaturerSCHWEBnisse in den Traun/Donau Auen

Auch wenn ein Freund von mir 'mal behauptet hat, dass Segway fahren in Linz eines von drei Dingen ist, die man in Linz nicht machen will, hier bin ich nicht seiner Meinung: Es gibt heuer noch drei Gelegenheiten, die Traun/Donau-Auen per Segway zu erkunden.

Nicht, dass man das nicht auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad machen könnte, hier hat man aber eine Biologin als Führerin dabei, von der man sicher einiges lernen kann (man darf halt keine Scheu vor'm Lernen haben ;)). Außerdem kann man Segway fahren...

Es gibt - wie gesagt - noch drei Gelegenheiten: am 4.7., am 1.8. und am 5.9.

Mehr Infos und Anmeldemöglichkeit gibt's unter NaturerSCHWEBnisse Schauplatz: TRAUN-DONAU-AUEN.

PS: Nein, ich bin da nicht beteiligt ;) - ich kenn nur die Biologin; darum kann ich das empfehlen...

Sonntag, 20. Juni 2010

Retten wir die Futurezone!

Leider sieht sich der ORF wohl im Lager der No-Future-Generation und will daher folgerichtig die Futurezone nur mehr bis 30. September 2010 online lassen (unter http://futurezone.orf.at/, falls das wirklich unbekannt sein sollte) und dann offline nehmen.
Falls Du etwas dagegen tun willst, es gibt die online-Petition "Retten wir die Futurezone", zu erreichen unter http://rettenwirdiefuzo.at/.
Es wäre doch schade, wenn österreichrelevante IT-Themen (und nicht nur die) nur mehr auf heise.de zu lesen wären...

Samstag, 19. Juni 2010

Zwergensprache

Man kann nicht nicht kommunizieren, hat schon wer Berühmter festgestellt.

Das stimmt auch für Babys, auch wenn deren Wortschatz am Anfang eher nicht existent ist. Dafür haben sie schon eine laute Stimme… und setzen die auch ohne Scheu ein.
Irgendwann lernen die Eltern, die verschiedenen Qualitäten des Geschreis zu deuten, üblicherweise 'was in der Richtung wie "Hunger!", "Mir tut was weh", "Ich will nicht alleine sein!", etc.
Später wird das Geschrei dann u. U. etwas leiser und bekommt neue Bedeutungen wie "He, ich trinke gerade, Du kannst mir jetzt nicht mein Flascherl wegnehmen, das ist gemein - Rabääh, nämlich!“.
Bis das Kleine aber wirklich sagen kann was es will, vergeht noch einige Zeit.

Passenderweise bin ich schon vor einiger Zeit auf einen Artikel über die Zwergensprache gestoßen.
Zwergensprache ist eine etwas vereinfachte Gebärdensprache für Baby, die Idee dazu stammt aus dem anglo-amerikanischen Raum. Babys können Zeichen lernen, sobald sie koordiniert greifen können, also so typischerweise ab dem 6. bis 9. Monat (vorher wären Gebärden logischerweise etwas erratisch).
Sobald das aber klappt, können sie auch schon abstrakte Begriffe wie "mehr" deuten. Z. B. kann es dann sagen, ich will jetzt "mehr" von dem Zeug im Flascherl...


Bis sich das Kleine dann wirklich verbal mitteilen kann, hat es schon ein Werkzeug, um sich nonverbal mitzuteilen. Idealerweise führt das dann zu weniger Frust beim Baby und in Folge zu weniger Frust bei den Eltern.
Wir möchten das auf jeden Fall mit unserem Kleinen ausprobieren. Im besten Fall führt es, wie erwähnt, zu weniger Frust bei unserem Kleinen, im schlechtesten Fall haben wir Zeit mit ihm verbraucht und Spaß gehabt – da soll es Schlimmeres geben.
Wer jetzt neugierig geworden ist, hier ist die Website für das Zwergensprachen-Angebot im deutschsprachigen Raum:
http://www.zwergensprache.com/

Wenn ich Näheres weiß, gibt's auch wieder Infos dazu, aber das kann noch etwas dauern. Die Beherrschung der Koordination dauert noch ein wenig. Bis dahin werden wir mit dem Buch vorlieb nehmen:

Freitag, 18. Juni 2010

Kostenfalle mobile Datendienste und Entschärfung derselben unter Android

Da ist sie wieder, die alte Erkenntnis, dass mobile Datendienste teuer werden können: Preisfalle mobile Datendienste. Gleich im ersten Absatz steht:
Laut Streitschlichtungsbericht 2009 erleben Entgeltstreitigkeiten rund um mobile Datendienste in Österreich einen Boom. Mehr Smartphones, undurchsichtige Pauschaltarife und unerfahrene Nutzer sind die Hauptursache.
Abgesehen davon, dass diese Erkenntnis ja nicht ganz taufrisch ist (erinnert sich noch wer an die GPRS Preise um die Jahrtausendwende? Schauder…), sind die Pauschaltarife ja eh transparent – was eben so unter Transparenz in der Telekombranche verstanden wird. Nehmen wir z.B. den Tarif „A1 Breitband Paket“ mit 1 GB / Monat für ein monatliches Grundentgelt von Euro 10,-, den auch ich nutze. Da gibt es eine Zeile, in der steht: Preis pro zusätzl. MB 0,25 (siehe http://www.a1.net/privat/breitband, Tab „weitere Pakete“, gecheckt am 17.6.2010).

Das klingt ja jetzt auf den ersten Blick nicht nach viel, aber wenn man das nachrechnet, sind das Euro 0,25 * 1024 MBytes = Euro 256,- für ein weiteres GB Daten.
Eines!
Der Preisanstieg vom 1. zum 2. GB ist sensationell. Wenn ich mir mit dem 2 GB ein 30 MB Youtube-Video runter- und reinzieh, kostet mich das Euro 7,50. Da geh ich doch lieber ins Kino für das Geld…

Auf jeden Fall sollte dieses Rechenbeispiel eine ausreichend große Motivation sein, es nicht so weit kommen zu lassen. Für Android lassen sich zum Glück einige nützliche Tools finden, die dabei helfen können. Ich hab die folgenden vier im Einsatz, wobei das wahrscheinlich vielleicht (also eher sicher ;) ) etwas overkill ist, die ersten beiden tun’s auch (das Jäger und Sammlertun ist eben tief verankert ;) ):
 3G Watchdog, APNDroid, Call Meter NG und Mein A1.
  • 3G Watchdog zählt die vom Handy übertragene Datenmenge mit. Man kann einstellen, an welchem Tag des Monats das Rechnungsintervall beginnt und wie viel freie GBs man für ein Rechnungsintervall hat. Mit einem Widget sieht man immer schön, ob man noch im grünen Bereich ist oder ob’s gefährlich wird. Sollte es gefährlich werden, kann 3G Watchdog mittels APNDroid den Netzzugang automatisch abdrehen – sozusagen die Notkostenbremse. Falls man „roamt“, kann man sich auch informieren lassen.
  • Mit Call Meter NG kann man auch noch Anrufe, SMS etc. überwachen. Das hab ich aber noch nicht so gebraucht, auch wenn man damit die Kosten noch besser überwachen könnte. 
  • Mein A1 schließlich ist von meinem Provider. Da sieht man dann die tatsächlich angelaufenen Kosten, so wie der Provider das sieht. Auch nett. Andere Provider haben ihre eigenen Tools.
Alle vier Apps sind im Android Market zu finden - also leicht runterzuladen - und gratis. Somit sollten unliebsame Kostenüberraschungen der Vergangenheit angehören.

Freitag, 4. Juni 2010

Erfahrungsbericht digitaler Bilderrahmen SPF-1000p

Was schenkt man Großeltern, die eigentlich eh nur Bilder des lieben Enkerls haben wollen?
Bilder z.B., und die in rauhen Mengen. Das kann man auf die gute, altmodische Art machen, indem man die Bilder an den Fotoausarbeitungsdienst seines Vertrauens schickt, ausarbeiten läßt, und weiter verschickt, -schenkt oder -sonstwas.
Für einen Technikbegeisterten ist das aber nicht die beste Lösung (es fehlt der verspielte Faktor ;)), als muss etwas Aktuelleres her: ein digitaler Bilderrahmen.

Nach einiger Recherche und Vergleichen blieb für mich der Samsung SPF-1000P übrig.
Die Vor- und Nachteile des Gerätes lassen sich leicht zusammenfassen. Nachteile hat's nicht viel, darum diese zuerst:
  • Der Rahmen hat keinen Akku. D.h., man braucht Strom zum Bilder ansehen, ohne geht's nicht einmal ganz kurz.
  • Der Rahmen ist in Hochglanz gehalten. Fingerabdrücke auf Bedienelementen sieht man recht schnell. Dafür gibt's aber eine Fernbedienung, damit ist das Problem recht gut lösbar.
  •  Die Menüs reagieren mit einer merkbaren Verzögerung. Nicht groß, aber merkbar. Man braucht die Menüs aber hauptsächlich am Anfang zum Einrichten, danach kann man weitgehend darauf verzichten.
Vorteile sind deren schon mehr:
  • Das Ding ist groß. 10" groß (25,9cm). Hinreichend groß, dass man auf eine Lupe zum Betrachten verzichten kann. Einen Zoom hat die Rahmen-SW integriert.
  • Der Rahmen kann Videos abspielen. Ideal für den einen oderen anderen Kurzfilm, den man mit seiner Kamera aufgenommen hat. Dazu noch weiter unten etwas mehr.
  • Der Rahmen kann mp3s abspielen.
  • Man kann Bilder über USB, SD-Karte oder Bluetooth auf den Rahmen schieben. Wenn man von einer Karte auf den internen Speicher kopiert, kann der Rahmen die Bilder auch automatisch skalieren.
  • Die Farben sind sehr satt. Das mag zwar nicht jedermanns Sache sein, mir gefällt's. 
  • Die Bilder, die der Rahmen anzeigt, sind hell. Ich verwende ihn aktuell mit einer Einstellung von 60 von 100 auf der Helligkeitsskala.
  • Wie bereits erwähnt, der Rahmen hat eine Fernbedienung für die wichtigsten Aktionen (Bilder oder Videos ansehen, Musik hören, Menü navigieren, etc.).
  • Die Bedienelemente des Rahmens sind in die Oberfläche integriert, reagieren auf Berührung und stören so nicht den Gesamteindruck.
  • Der Rahmen hat intern 2GB RAM. Wenn man die Bilder auf die Rahmenauflösung (1024x600) skaliert, passen schon einige 100 auf den Rahmen. Grob gerechnet ca. 10.000, wenn man pro Bild mit ca. 200k rechnet. Wenn man dann noch Euro 0,10 für einen Abzug rechnet, kommt man auf Euro 1.000,- für Abzugskosten (ok, bei einem billigeren Anbieter geht das auch schon um 600,-) und damit hat sich der Rahmen schon mehrfach gerechnet. Abgesehen von den Videos - Videos auf Papier ansehen klappt momentan ja nur bei Harry Potter...
Fast der optimale Bilderrahmen...
Der optimale Bilderrahmen für meine Bedürfnisse ist es leider noch nicht, denn ich hätte noch gerne auch eine GSM/UMTS-Anbindung gehabt.
Das ist zwar mit Fixkosten verbunden, aber dort, wo der Rahmen zum Stehen kommen wird, hat's leider keinen Computer mehr. D.h. neue Bilder hinzufügen geht nur durch Besuch des "Servicetechnikers" - äh, des Enkerls natürlich ;)

Es gibt zwar den einen oder anderen Anbieter für GSM/UMTS, aber nur in Deutschland, in Österreich bin ich nicht fündig geworden...

Anyway, damit läßt's sich gut leben.

Videos für den Rahmen konvertieren und der Support
Es ist ja eine Unsitte, keine Handbücher (mehr?) zu lesen. Ich bin davon leider nicht ganz ausgenommen.
Da der Rahmen nicht alle Videos schluckt, die man ihm vorwirft (das wäre auch zu viel verlang), muss man diese in ein geeignetes Format konvertieren. Dazu gibt es ja genug freie Software (Avidemux, oder XMedia Recode, um nur zwei zu nennen, oder auch mit dem DivX Codec geht's, wenn man den schon hat). Wer schon einmal mit Videos gearbeitet hat, weiß aber, welche Unmengen an Optionen in diesen Programmen schlummern. Wenn man darauf los experimentiert, ist die Wahrscheinlichkeit groß, eine Einstellung zu erwischen, die der Rahmen nicht schluckt.
Nun, vor dieser Erkenntnis wurde ich auch nicht verschont. Nach einigen frustierenden Versuchen kontaktierte ich schließlich den Support mit einer Mail, bei der man die Frustration schon ein wenig herauslesen konnte.
Der Support meisterte diese Hürde einwandfrei und verwies mich freundlich auf Seite 46 des Handbuches, wo die unterstützten Videoformate tatsächlich aufgelistet sind. Darum an dieser Stellle Dank an den Support von Samsung. Man kennt ja auch andere Supporterfahrungen...
Mit den Infos von Seite 46 und dem Konverter klappt's dann recht gut, Videos für den Rahmen zu schaffen, die der dann auch flüssig abspielt.
Kurz gesagt: RTFM hat immer noch seine Berechtigung!

Zusammenfassung
Für mich ist der Rahmen ideal, auch als Geschenk. Wie er dann als Geschenk wirklich ankommt, werde ich bald erfahren...
Wenn man ihn allerdings jetzt gleich kaufen will, das geht über diesen Link:


Oil Spill, die zweite: Bilder

Tag 46 der Öl-Katastrophe

Am 20.4.2010 begann eine der größten Umweltkatastrophen, die die USA bis jetzt erlebten.

Offensichtlich funktioniert zumindest die Pressekontrolle bei BP, wenn man schon nicht das Öl im Griff hat.
Da werden busweise Leiharbeiter zu einem Pressetermin mit dem Präsidenten der USA gekarrt, damit der den Eindruck erhält, es werde alles menschenmögliche getan. Sobald er weg ist, verschwinden auch die Leiharbeiter.
Und - es gab bis jetzt erstaunlich wenige Bilder von der Katastrophe, wenn man von eher abstrakten NASA-Bildern des Ölteppiches, der Google Crisis Response oder der Oil Spill Live Cam absieht.

Das scheint sich zu ändern. Auf boston.com, die mit "The Big Picture" ein wunderbares Foto-Blog zu verschiedensten Themen weltweit betreiben, gibt es Bilder von betroffenen Tieren. Wer solche Bilder nicht sehen mag, dem Link nicht folgen.

Lösungen? Sind leider noch immer keine in Sicht...

Mittwoch, 26. Mai 2010

Oil Spill...

Das ist also der Ölaustritt, jetzt und live, der riesige Küstengebiete vernichtet, Biotope zerstört und unglaubliche Summen Geld kostet. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man es für einen Black Smoker halten. Nur, rund um die gibt’s Leben. Hier zwar auch, aber das stammt hauptsächlich aus der Techhnosphäre.
Auf jeden Fall: schaurig...

Falls der Ölaustritt schon (endlich) gestopft ist und der Link tot: so hat's ausgesehen:

Dienstag, 18. Mai 2010

HTC Desire im Jahre 2010

2010

Ich nutze seit kurzem eines der aktuellen Android 2.1 Mobiles, ein HTC Desire.
Dieses Gerät ist auf der einen Seite ein beeindruckendes Stück Technik: Tolle Farben, flüssige Bedienung, unzählige Apps, Spiele sowie Gadgets für Geeks: Denn wer "braucht" schon eine App, um das perfekte Ei kochen zu können (unter Einbeziehung der aktuellen Meereshöhe, immerhin!) oder einen Tricorder (ok, den braucht man eigentlich schon, denn mit dem Tricorder und einem Klapphandy kann man gleich seinen eigenen Star Trek Fan Film drehen oder sich auch einfach nur wie Captain Kirk fühlen. Hat ja auch etwas...).

Wenn ich daran denke, dass man ungefähr mit der Rechenpower eines 64er zum Mond flog (und Frauen für den Apollog Guidance Computer die Speicherkerne woben (etwas Context dazu), und hier der Appollo Guidance Computer), müsste ich jetzt mit dem Teil schon auf dem Mars spazieren gehen können. Statt dessen wird die Rechenleistung benötigt, um einen virtuellen Scheibenwischer die natürlich ebenso virtuellen Regentropfen vom Schirm wischen zu lassen - das dafür aber stilvoll...

Zurück nach 1997

Auf der anderen Seite ist das Teil um Jahre hinten. Warum? Ich hatte das Glück, von ca. 1997 - 2000 ein Newton Messagepad 2100 benutzen zu dürfen. Das Teil war seiner Zeit um Jahre voraus – und ist es in Bereichen immer noch. Abgesehen davon, dass man es wegen seiner Gewichtsklasse bequem zur Selbstverteidung einsetzen konnte (und der grünliche Schimmer der Hintergrundbeleuchtung sowie das Summen derselben sorgten dabei für das angemessene, leicht radioaktiv angehauchte Ambiente), war die Verlinkung der Informationen auf dem Teil genial. Man konnte praktisch alles mit allem verknüpfen, auch wenn der Name des Datenspeichers - Soups (hier, oder hier)– vielleicht etwas eigentümlich war.

2010

Und jetzt: Ich kann auf meinem aktuellen Android 2.1 Mobile einen Termin nicht vernünftig mit einem Kontakt/einer Person verknüpfen! Nicht nur nicht vernünftig, sondern gar nicht. Wenn ich schon so eine magische Handwaffel habe, dann will ich auch, dass jede darauf vorhandene Information miteinander verknüpfbar ist (das es geht, hat ja nicht nur der Newton bewiesen).

Ich will einen Termin mit einer Person verknüpfen können, ich will ebenso eine Aufgabe an einen Kontakt binden können und und und... Ideen gäb's noch genug. Dass die Sync zwischen Google Kontake, Outlook, Thunderbird und Desire auch nicht 100% rund läuft (nicht unterstützte Felder, fehlende Funktionalität, etc.), ist ein anderes Thema...

So lässt der Name des HTC Desire einen auch gleich ein wenig ahnen, das noch etwas fehlt - das Verlangen nach dem perfekten Smartphone stillt das Desire leider noch nicht.

Aber das kann ja noch werden - es ist auf jeden Fall schon verdammt knapp dran.

BTW, wenn's wer jetzt sofort unbedingt haben will, weil die Eier eh immer zu hart oder zu weich werden, dem kann geholfen werden:

PS: Falls da kein Bild zu sehen ist, dann hat's ein Adblocker geschluckt. Alternativ geht's auch so: HTC Desire

Sonntag, 9. Mai 2010

Kinderkram...

Seit einigen Monaten gibt’s eine Mischung der genetischen Muster meiner Lebensgefährtin und mir, sprich: Baby.

Abgesehen, dass so ein Baby die Schlafgwohnheiten seiner Eltern ganz schön durcheinanderwirbelt, stellten wir auch fest, dass unsere Vorbereitungen noch ein paar Justierungen vertrugen, d.h. wir kauften nach:

Außerdem hat sich folgende Tabelle, hergeleitet aus der Mischungsgleichung (eine gute Beschreibung ist z.B. hier), zum schnellen und dadurch Geschrei- und Stress reduzierendem Flascherlzubereiten wirklich bewährt. Alles was man braucht, ist schon auf Zimmertemperatur abgekühltes, abgekochtes Wasser (vorbereitet) und frisch (im z.B. Wasserkocher) gekochtes Wasser. Entsprechend der Tabelle abmischen, und man bekommt ca. 40 Grad warmes Wasser, optimal zum Flascherl zubereiten.
Heißes Wasser
(ca. 90°C)
Kaltes Wasser
(ca. 20°C)
Summe
(ca. 40°C)
20ml50ml70ml
40ml100ml140ml
60ml150ml210ml
80ml200ml280ml

Trotz allem empfiehlt es sich, das Ergebnis noch einmal mit dem Thermometer zu checken – nicht dass es dann doch zu heiß oder kalt ist.
Damit sparen wir uns die ganze Wasserbaderei zum Flascherl abkühlen und gewinnen dadurch ca. fünf Minuten. Wenn einem ein Baby fünf Minuten lang mit ca. 100dB ins Ohr schreit (Weil das Baby meint, der gefühlte Hunger ist gigantisch und es ist sowieso kurz vor dem Verhungern. Das sollen die Eltern schließlich auch wissen.), weiß man, wie lange fünf Minuten sein können...

Mittwoch, 5. Mai 2010

Rastered Pov...

Noch ein Blog. Bald gibt es davon soviele wie Primzahlen. Google liefert neuerdings schließlich alles und mehr, warum also nicht auch ein Blog von mir.
Themen werden höchstwahrscheinlich bunt gemischt sein, die Updatehäufigkeit sicher alles andere als gleichverteilt, und sonst … alles ist möglich.